Unbefristeter arbeitsvertrag geringfügig beschäftigte

Die gegenwärtige Lage auf dem deutschen Arbeitsmarkt kann nicht ohne Berücksichtigung der seit Mitte 1990 großen Umstrukturierung verstanden werden. In den letzten zwei Jahrzehnten haben sich sowohl das Beschäftigungsniveau als auch die Beschäftigungsstrukturen und die Arbeitslosigkeit erheblich verändert. Betrachtet man die Gesamtzahl der Erwerbstätigen und die Gesamtbeschäftigungsquote, so ist seit Mitte der 2000er Jahre ein erheblicher Anstieg zu verzeichnen. Die deutsche Beschäftigungsquote ist seit Mitte des letzten Jahrzehnts deutlich gestiegen und erreichte 2013 mehr als 73 %. Diese Quote liegt deutlich über dem langjährigen Durchschnitt von rund 65 %, der für die 1990er und anfang e000er Jahre charakteristisch war (siehe Abb. 1), womit Deutschland jetzt über dem Vereinigten Königreich liegt und mit Ländern wie Dänemark, Schweden, den Niederlanden und Österreich in Einklang steht. Das Gericht wird entscheiden, welche Beschäftigungsangaben Sie hätten erhalten sollen, und diese werden wirksam, als ob Ihr Arbeitgeber sie Ihnen gegeben hätte. In diesen Fällen kann es in diesen Fällen am Tribunal zu einer geringen finanziellen Entschädigung kommen. Bei unbefristeten Vollzeitverträgen ist der Kündigungsschutz mehr oder weniger auf dem Niveau der 90er Jahre geblieben. Reformen zur geringfügigen Liberalisierung des Kündigungsschutzes durch Aufhebung der Unternehmensgrößenschwelle und Verengung der Mitte der 90er Jahre eingeführten Kriterien für die soziale Auswahl für faire Entlassungen wurden Ende der 1990er Jahre rückgängig gemacht und Anfang der 2000er Jahre teilweise wiederhergestellt. Abgesehen davon wurden auf der legislativen Seite keine wesentlichen Änderungen vorgenommen. Der Sozialschutz der vollsozial versicherten Dauerbeschäftigten hat sich jedoch verändert, insbesondere durch die Verkürzung der Höchstdauer des Arbeitslosengeldes für ältere Arbeitnehmer, eine Kürzung von 32 auf 18 Monate und später wieder auf 24 Monate.

Während die Gesamtbeschäftigung zunahm, ergibt sich ein gemischtes Bild der Entwicklung auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Dies kann eingehender analysiert werden, indem verschiedene Formen der Standardbeschäftigung und der atypischen Arbeit untersucht werden. Zunächst ist festzustellen, dass in Deutschland, und im Gegensatz zur allgemeinen Wahrnehmung einer weit verbreiteten “prekären” Beschäftigung, die Zahl der Standardarbeitsverträge Anfang der 2000er Jahre zurückgegangen ist und sich erst in den letzten Jahren wieder stabilisiert hat. Sie liegt nur noch knapp unter dem Niveau von Mitte der 90er Jahre. Gleichzeitig verzeichnete Deutschland insbesondere anfang der 2000er Jahre einen Anstieg der Zahl der verschiedenen Arten von atypischen Beschäftigungsverhältnissen sowie einen stetigen Rückgang der Nichterwerbstätigkeit (siehe Abb. 3). Ebbinghaus, B., Eichhorst, W.: Arbeitsmarktregulierung und Arbeitsmarktpolitik in Deutschland, 1991–2005. In: de Beer, P., Schils, T.

(Eds.) The Labour Market Triangle Employment Protection, Unemployment Compensation and Activation in Europe, S. 119–144. Edward Elgar, Cheltenham (2009) Die oft durch Zweigvereinbarung vorgesehene Probezeit ist in einer speziellen Klausel des Vertrages enthalten. Sie ist nur gültig, wenn sie schriftlich abgelegt wird und wenn das Prinzip und die Dauer des genannten Zeitraums festgelegt werden, sobald der Mitarbeiter eingestellt wird. Bei nicht standardmäßigen Verträgen haben sich mittel- und langfristige Veränderungen einer gewissen Deregulierung am Rande des Arbeitsmarktes ergeben. Diese Änderungen waren bedeutsamer als gesetzesmäßige Änderungen des Standardarbeitsvertrags, d. h. kündigungsschutz. Erstens wurden in den letzten drei Jahrzehnten, beginnend Mitte der 80er Jahre, befristete Arbeitsverträge schrittweise liberalisiert, wobei nur wenige kleinere Schritte Teile des Deregulierungspfades umkehrten. Derzeit sind befristete Verträge ohne Angabe eines triftigen Grundes in Deutschland für bis zu zwei Jahre mit der Möglichkeit von bis zu drei Verlängerungen legal. Seit 2000/01 ist es jedoch nicht mehr möglich, einen befristeten Vertrag mit demselben Arbeitgeber zu haben, wenn es in der Vergangenheit bereits eine befristete Beschäftigung gegeben hätte.